Hi, ich bin Dani Kouyaté
Geboren 1961 in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso, wuchs Dani in einer Familie von Griots auf, den Hütern der Erinnerung und des Wortes in Westafrika. Dort begann alles: diese tiefe Leidenschaft für Geschichten, jene die man erzählt und jene die man filmt. Danis akademischer Werdegang führte ihn zunächst zum „Institut Africain d'Education Cinématographique“ in Ouagadougou, wo er eine „Licence de Cinéma“ erwarb, dann nach Paris, wo er einen „Maîtrise d'Animation Culturelle et Sociale“ an der Sorbonne sowie ein „Diplôme d'Études Approfondies“ (DEA) in Esthétique du Cinéma an der Université Paris 8 Vincennes Saint-Denis erhielt. Dani Kouyaté ist außerdem Absolvent der „École Internationale d'Anthropologie de Paris“. Nach mehreren Jahren in Frankreich ließ er sich 2007 in Schweden nieder.
Zwischen 1990 und 1996 tourte Dani durch Europa und Amerika mit „La Voix du Griot“, einer Familien-Show, die von seinem Vater Sotigui Kouyaté kreiert wurde. Eine Erfahrung, die ihn nachhaltig geprägt hat, sowohl künstlerisch als auch menschlich.
Was das Kino betrifft, begann das Abenteuer 1989 mit dem Kurzfilm „Bilakoro“, den er zusammen mit seinen Freunden Sékou Traoré und Issa Traoré de Brahima realisierte. Drei Jahre später, 1992, gründeten sie gemeinsam die Produktionsfirma „Sahélis Productions“, verstärkt durch Abdoulaye Dao und Lacina Ouédraogo. Nach drei Kurzfilmen realisierte Dani 1995 „Kéita! L'Héritage du Griot“, seinen ersten Spielfilm, der den Preis für das beste Erstlingswerk beim Fespaco, den „Grand Prix Cannes Junior“ sowie zahlreiche Preise bei internationalen Festivals erhielt. 1999 arbeitete er an mehreren Episoden der burkinischen Serie „À nous la vie“, bevor er sich 2000 an seinen zweiten Spielfilm „Sia, le rêve du python“ wagte. Dieser Film, getragen von seinem Vater Sotigui in der komplexen Rolle des Heerobersten Wakhané Sakho, erforscht die Verbindungen zwischen Macht, Mythen und Wahnsinn durch eine Geschichte, die in der mythischen Vergangenheit Afrikas verwurzelt ist, während er gleichzeitig einen universellen Blick auf unsere heutige Welt wirft.
Es folgten „Ouaga Saga“ 2005, eine urbane Komödie mit Jugendlichen aus Ouagadougou, dann „Soleils“ 2013, gemeinsam mit Olivier Delahaye realisiert, ein philosophischer Roadmovie über afrikanische Traditionen und die komplexen Beziehungen zwischen Afrika und Europa. Sein erster schwedischer Film „Medan vi lever“ (Solange wir leben) kam 2015 heraus und hinterfragt die Identitätsfrage in unserer globalisierten Welt.
Sein jüngster Spielfilm, „Katanga – La Danse des Scorpions“ (Katanga - Der Tanz der Skorpione), der im Februar 2025 in die Kinos kam, ist eine afrikanische Adaption von William Shakespeares „Die Tragödie des Macbeth“. Der Film wurde vielfach gewürdigt und ausgezeichnet: 2025 beim Festival Panafricain du Cinéma et de la Télévision de Ouagadougou (FESPACO) erhielt er sechs Preise, darunter den renommierten Étalon d’Or de Yennenga. Darüber hinaus gewann er vier Auszeichnungen bei den African Movie Academy Awards (AMAA) 2025 in Lagos (Nigeria) und wurde auf mehreren internationalen Festivals geehrt, unter anderem beim Festival International du Film Francophone in Namur (Belgien), beim Festival Cinéma et Migration in Agadir (Marokko) sowie bei den 7 Jours du 7e Art in Conakry (Guinea).
Parallel zu seiner Arbeit als Filmemacher, Theaterregisseur und Schauspieler teilt Dani seine Erfahrung als Dozent an der Universität Uppsala im Fachbereich Kulturanthropologie und Ethnologie sowie am Wiks Folkhögskola in Uppsala im Fachbereich Film und Theater.
«Tout ce qui est enseigne en une parole muette. La forme est language, l'être est language, tout est language».
Werke und Aktivitäten
Eine breite Erfahrung in vielen Bereichen.
«Je suis guinéen d'origine, malien de naissance et burkinabè d'adoption. Je ne suis passé par aucune école de théâtre, si ce n'est la grande école de la rue, de la vie».
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«En Afrique quand un vieillard meurt, c'est une bibliothèque qui brûle».